04.05.2016 17:06 Alter: 2 yrs

Japan-Tag Düsseldorf/NRW: Geheimnisvolle Samurai sowie Iaido- und Kyudo-Sportler präsentieren fernöstliche Traditionen


Der Japan-Tag Düsseldorf/NRW wird auch in diesem Jahr wieder viele fernöstliche Traditionen vorstellen, die eine besondere Faszination ausüben. Eine davon sind die geheimnisvollen Samurai, die auf der Wiese vor dem Landtag ihr Heerlager aufschlagen. Für Fans der japanischen Kampfkünste wird der 21. Mai ebenfalls ein Pflichttermin sein. Neben Iaido und Kyudo werden auf der Sport-Bühne am Johannes-Rau-Platz noch acht weitere Disziplinen präsentiert.

Das große Heerlager der Samurai vor der Wiese am Landtag ist beim Japan-Tag Düsseldorf/NRW stets ein Publikumsmagnet. Die japanischen Adelskrieger haben vom 12. bis 19. Jahrhundert in zahlreichen Schlachten eine machtvolle Position an der Spitze des Staates erlangt und zudem die Kultur Japans mitgeprägt. Den Düsseldorfer Willi Fuchs von der Samurai-Gruppe Takeda Düsseldorf fasziniert das Leben der früheren Adelskaste seit mehr als 50 Jahren. Er und seine Vereins-Mitstreiter rekonstruieren mit Liebe zum Detail und erheblichem Einsatz Rüstungen, Bekleidung, Gebrauchsgegenstände und ganze Häuser der Samurai. Zwei Jahre etwa dauerten die Arbeiten an seiner prachtvollen Rüstung, kunstvoll verziert mit 200 Metern Schnürriemen und 26000 Kettengliedern – insgesamt 30 Kilogramm schwer. Der Samurai sei gebildet gewesen, strategisch geschickt, geradlinig sowie zielstrebig, weiß Fuchs aus hunderten von Fachbüchern. Samurai-Fans und solche, die es werden wollen, können sich im Heerlager am Japan-Tag auf authentische Einblicke  in die Welt und die Arbeitsbereiche der Samurai freuen.

Iaido bedeutet übersetzt etwa „Der Weg des Schwertziehens“ und wird dem Publikum am Japan-Tag als eine von insgesamt zehn Disziplinen der japanischen Kampfkunst auf der Sport-Bühne am Johannes-Rau-Platz präsentiert. Michael Hegenberg trainiert seit sieben Jahren Iaido und ist fasziniert von den Schwerttechniken, die einst auch die Samurai einsetzten. Mehr noch reizen den 35-Jährigen jedoch die geistigen Duelle, die beim Iaido gefochten werden: Wer mit völliger Konzentration, Ruhe und Ausstrahlung den Gegner im Kampf einzig durch seine Präsenz beherrscht, gewinnt ein Duell nahezu ohne Einsatz des Schwerts. Die traditionelle Kleidung besteht aus einem weiten Hosenrock, genannt Hakama, einer Jacke, Haori, und einem Gürtel, Obi. Das Training beginnt mit einem Holzschwert, später wird ein schweres Schwert aus Metall eingesetzt. Die Leidenschaft für Iaido hat Michael Hegenberg vom Verein Hakushinkai Düsseldorf inzwischen mit seinem Samurai-Interesse verschmolzen: Neben seinem Einsatz  am Japan-Tag auf der Sport-Bühne am Johannes-Rau-Platz um 13:30 Uhr ist er auch im Heerlager der Samurai an der Wiese vor dem Landtag anzutreffen.

Eine weitere Disziplin, die am 21. Mai um 14 Uhr auf der Sport-Bühne gezeigt wird, ist die japanische Kunst des Bogenschießens: Kyudo. Übersetzt bedeutet Kyudo „der Weg des Bogens“ und deutet bereits auf den ganzheitlichen Ansatz des Sports hin. Für den Außenstehenden besonders auffällig sind der langsame Bewegungsablauf, die bei Zeremonien traditionelle, eindrucksvolle Bekleidung sowie die erkennbare Handwerkskunst des Bambusbogens und der Pfeile. Neben der körperlichen Fitness und den komplexen Bewegungsabläufen muss auch die Konzentrationsfähigkeit, im Sinne einer Fokussierung des Geistes auf den Augenblick, trainiert werden. Ein guter Schuss wird so zum Ergebnis der perfekten Harmonie von Körper, Geist und Technik. Für Matthias Bruch vom Verein Kyudo Neandertal bedeutet der Einsatz am Japan-Tag Düsseldorf/NRW mehr als die Vorführung des sportlichen Aspekts: „Kyudo lehrt auch Tugenden wie Teamgeist, Respekt und Höflichkeit und schult die Persönlichkeit enorm.“

Weitere Kampfsportarten des Sportprogramms am Japan-Tag sind Sumo, Judo, Karate, Okinawa-Kobudo, Ju-Jutsu, Naginata, Kendo und Aikido. Moderiert wird es von Hans-Joachim Weiß, der die Zuschauer auch mit Hintergrundinformationen versorgt.

Zum Japan-Tag Düsseldorf/NRW wird die Landeshauptstadt am 21. Mai für hunderttausende Besucher zu einem Ort der Begegnung mit der Kultur und den Menschen Japans. Entlang der Rheinuferpromenade erwartet die Gäste aus dem In- und Ausland ein authentisches und vielfältiges Angebot aus Musik, Tanz, Sport und Kulinarik sowie zahlreiche Informations- und Mitmachzelte. Auf drei Bühnen werden die traditionelle und die moderne japanische Kultur sowie typische Sportarten vorgestellt. Den Höhepunkt des Festes bildet das spektakuläre japanische Feuerwerk, das spätabends über dem Rhein leuchten wird. Alle Informationen sowie den Programmflyer finden Sie auf: www.japantag-duesseldorf-nrw.de.

Wer den Zauber des Fernen Ostens nicht nur für einige Stunden, sondern ein ganzes Wochenende erleben möchte, sollte das „Hotelpaket zum Japan-Tag“ der Düsseldorf Marketing & Tourismus GmbH nutzen. Gäste übernachten in einem zentral gelegenen Hotel, inklusive Frühstück. Zum Paket gehören weiterhin die DüsseldorfCard, ein Reiseführer sowie ein Düsseldorf-Infopaket. Es kann in unterschiedlichen Preiskategorien im Einzel- oder Doppelzimmer gebucht werden. Informationen zum Angebot unter www.duesseldorf-tourismus.de/hotelpakete  oder telefonisch unter 0211-17202-851.

Hinweis an die Redaktionen:
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BU für Bild (v.l.n.r.): Reinhard Kollotzek (Kyudo Neandertal e.V.), Michael Hegenberg (Hakushinkai Düsseldorf e.V.), Willi Fuchs (Samurai-Gruppe Takeda Düsseldorf e.V.), Matthias Bruch (Kyudo Neandertal e.V.)

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